Čistiaca pena na tvár De’ Jeunee Foam Soap

Eine einfache Aufgabe. Eine durchdachte Rezeptur.

, Von Persona Shop, 15 min Lesezeit

Warum muss ein Gesichtsreiniger gleich mehrere Hautprobleme lösen? Am Beispiel von De’ Jeunee Foam Soap erklären wir, wie moderne Tenside funktionieren, welche Rolle Inulin, Aloe vera und Beta-Glucan spielen und warum eine gute Gesichtsreinigung weit mehr ist als das bloße Entfernen von Schmutz und Talg.

Warum eine gute Gesichtsreinigung nicht gleich ein Dutzend Hautprobleme lösen muss – und was hinter der Rezeptur eines modernen Reinigungsschaums steckt.

Warum ist Gesichtsreinigung so kompliziert geworden?

Versuchen Sie einmal, heute einen Gesichtsreiniger auszuwählen. Selbst in einem kleineren Kosmetikgeschäft finden Sie ein ganzes Sortiment spezialisierter Produkte: für fettige oder trockene Haut, gegen Unreinheiten, für mehr Feuchtigkeit, einen ebenmäßigeren Teint, die Hauterneuerung oder die Anti-Aging-Pflege. In der professionellen Kosmetik ist die Auswahl oft noch größer. Dort bildet die Reinigung häufig den ersten Schritt eines umfassenden Pflegekonzepts, bei dem jedes Produkt eine bestimmte Aufgabe übernimmt und die anderen ergänzt.

Dieser Ansatz hat durchaus seine Berechtigung. Auch bei professionellen Marken wie HL und Genosys ist die Reinigung oft Teil einer auf einen bestimmten Hauttyp oder ein konkretes Hautbedürfnis abgestimmten Pflegeroutine. Doch bei aller Vielfalt stellt sich eine einfache Frage: Muss das tägliche Waschen des Gesichts wirklich immer noch ein zusätzliches kosmetisches Ziel verfolgen?

Schließlich hat die Reinigung bereits eine eigene, klar definierte Aufgabe. Im Laufe des Tages sammeln sich auf der Haut überschüssiger Talg, Schweiß, Staub, Rückstände von Kosmetikprodukten und andere Verunreinigungen. All das soll regelmäßig entfernt werden – möglichst ohne dass die Reinigung selbst Trockenheit, Spannungsgefühle oder Reizungen begünstigt.

Auf den ersten Blick klingt das unkompliziert: etwas Wasser, ein Reinigungsprodukt und ein paar Minuten vor dem Spiegel. Aus Sicht der Kosmetikchemie ist es jedoch ein erstaunlich anspruchsvoller Vorgang. Die Stoffe, die Schmutz entfernen, können zugleich mit natürlichen Bestandteilen der schützenden Hautoberfläche in Wechselwirkung treten. Bei einem guten Reiniger zählt deshalb nicht allein, wie gründlich er reinigt, sondern auch, wie seine Inhaltsstoffe mit der Haut interagieren.

Auf diesem Gedanken beruht unser neuer Reinigungsschaum De’ Jeunee Foam Soap. Er hat eine bewusst einfache Aufgabe: die tägliche Gesichtsreinigung, ohne an ein bestimmtes Hautproblem oder eine einzelne Pflegeserie gebunden zu sein. Die Rezeptur dahinter ist allerdings keineswegs simpel. Sie vereint mehrere Tensidklassen, feuchtigkeitsbindende und lipidbasierte Komponenten, Inulin mit präbiotischen Eigenschaften und weitere interessante Inhaltsstoffe der modernen Kosmetikchemie.

Warum ein scheinbar einfacher Reinigungsschaum so unterschiedlich aufgebaute Stoffe enthält, lässt sich am besten verstehen, wenn wir uns zunächst ansehen, was beim Reinigen der Haut passiert.

Was passiert eigentlich, wenn wir unser Gesicht waschen?

Viele Verunreinigungen auf der Haut sind fetthaltig oder vermischen sich mit dem Hauttalg. Wasser allein entfernt sie nur begrenzt. Das kennt man aus dem Alltag: Eine fettige Pfanne lässt sich mit reinem Wasser nur schwer reinigen. Wasser und Fett mischen sich nun einmal schlecht.

Hier kommen Tenside ins Spiel. Ihre Moleküle besitzen zwei unterschiedliche Bereiche: Einen, der gut mit Wasser wechselwirkt, und einen, der sich eher zu Fetten hingezogen fühlt. Dadurch ermöglichen Tenside, dass Wasser fetthaltige Rückstände besser benetzt, von der Oberfläche löst und beim Abspülen mitnimmt.

Viele Tenside bilden in wässriger Lösung sogenannte Mizellen. Das sind kleine Molekülverbände, bei denen sich die wasserabweisenden Bereiche nach innen und die wasserliebenden Bereiche nach außen orientieren. Auf diese Weise lassen sich bestimmte schwer wasserlösliche Stoffe in der wässrigen Umgebung halten. Die Reinigung beruht jedoch nicht allein auf Mizellen: Auch das Benetzen der Hautoberfläche und die direkte Wechselwirkung einzelner Tensidmoleküle mit Verunreinigungen spielen eine Rolle.

Genau hier liegt die Schwierigkeit. Auf der Haut befindet sich nicht nur das, was wir entfernen möchten. Körpereigene Lipide sind Teil ihrer Schutzfunktion und bilden insbesondere in der Hornschicht einen wesentlichen Bestandteil der Hautbarriere. Manche waschaktiven Stoffe können mit diesen Lipiden und mit Proteinen der Haut wechselwirken. Ist die Belastung zu stark, kann nach der Reinigung das bekannte Spannungsgefühl entstehen, manchmal verbunden mit Trockenheit oder Reizungen.

Ein guter Gesichtsreiniger sollte also nicht möglichst alles von der Haut lösen, was sich irgendwie entfernen lässt. Gefragt ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ausreichender Reinigungsleistung und guter Hautverträglichkeit. Dabei kann die Kombination unterschiedlicher Tenside eine wichtige Rolle spielen.

Warum enthält ein Reinigungsschaum mehrere Tenside?

Wer einen Blick auf die INCI-Liste eines modernen Reinigungsprodukts wirft, entdeckt oft gleich mehrere waschaktive Substanzen mit komplizierten chemischen Namen. Warum braucht man so viele, wenn sie doch alle im Grunde reinigen sollen?

Weil Tenside mehr können als bloß Schmutz entfernen – und weil sie sich in ihren Eigenschaften unterscheiden. Einige unterstützen die Schaumbildung, andere helfen dabei, schlecht wasserlösliche Bestandteile zu verteilen, wieder andere sind besonders interessant im Hinblick auf die Hautverträglichkeit. Durch die Kombination verschiedener Tensidklassen lassen sich die Eigenschaften einer Reinigungssystematik gezielter einstellen.

Amphotere Tenside – Cocamidopropyl Betaine. Dieser Stoff gehört zu den wichtigen Bestandteilen der Reinigungsbasis. Aufgrund seiner elektrischen Ladungseigenschaften lässt er sich gut mit anderen Tensidklassen kombinieren, unterstützt die Entfernung von Schmutz und trägt zur Schaumbildung bei. Besonders wertvoll ist seine Funktion im Zusammenspiel mit weiteren waschaktiven Inhaltsstoffen.

Nichtionische Tenside – Decyl Glucoside, Caprylyl/Capryl Glucoside und Coco-Glucoside. Diese sogenannten Glucoside werden aus Zucker und Fettalkoholen hergestellt. Sie sind mit vielen anderen Formulierungsbestandteilen gut kompatibel und übernehmen unterschiedliche Aufgaben bei Reinigung, Schaumbildung und Verteilung schwer löslicher Stoffe. Caprylyl/Capryl Glucoside wird beispielsweise häufig als Lösungsvermittler eingesetzt; Coco-Glucoside lässt sich gut mit bestimmten lipidbasierten Zusätzen kombinieren. Dass die Ausgangsstoffe pflanzlichen Ursprungs sein können, macht Glucoside allerdings nicht automatisch hautverträglicher: Entscheidend ist die gesamte Rezeptur.

Aminosäurebasierte Tenside – Disodium Cocoyl Glutamate und Sodium Cocoyl Glutamate. Diese beiden Inhaltsstoffe sind ein besonders interessanter Teil der Rezeptur. Sie werden aus Derivaten der Glutaminsäure und Fettsäuren gewonnen. Solche Tenside werden häufig für milde Reinigungssysteme verwendet, weil sie Reinigungsleistung mit günstigen Eigenschaften hinsichtlich der Hautverträglichkeit verbinden können. Sodium Cocoyl Glutamate zeigte beispielsweise in vergleichenden Untersuchungen zum Reizpotenzial von Tensiden positive Ergebnisse.

Biotensid – Sodium Surfactin. Dieser Inhaltsstoff steht für einen biotechnologischen Ansatz in der Kosmetikchemie. Surfactin gehört zu den Lipopeptiden und kann durch Fermentation unter Beteiligung von Bakterien der Art Bacillus subtilis gewonnen werden. Es besitzt eine ausgeprägte Oberflächenaktivität und kann selbst in kleinen Mengen emulgierende und weitere technologische Funktionen erfüllen. Seine Verwendung zeigt, wie vielfältig die Herstellungsmethoden moderner Tenside inzwischen sind.

Diese Bestandteile ergeben zusammen ein mehrkomponentiges Reinigungssystem, dessen Stoffe sich gegenseitig ergänzen können. Seine Qualität hängt nicht von der Anzahl der Tenside ab, sondern von ihren Konzentrationen, ihrem Verhältnis zueinander und dem Verhalten der gesamten Rezeptur. So lassen sich Formulierungen entwickeln, die eine wirksame Reinigung mit dem Anspruch auf eine möglichst angenehme Anwendung verbinden.

Reinigen heißt nicht entfetten

Eine gute Gesichtsreinigung sollte kein Gefühl hinterlassen, als wäre die Haut „quietschsauber“ gewaschen. Dieses Gefühl wird zwar manchmal mit besonders gründlicher Reinigung gleichgesetzt, kann aber ein Hinweis auf eine übermäßige Entfettung sein. Denn neben Schmutz befinden sich auf der Haut auch körpereigene Lipide, die sie für ihre normale Funktion benötigt.

Warum das wichtig ist, lässt sich mit einem einfachen Bild erklären: Stellen wir uns die äußerste Hautschicht, die Hornschicht, als Ziegelmauer vor. Die Hornzellen bilden die Ziegel, die Lipide zwischen den Zellen den Mörtel. Diese Struktur hilft, Wasser in der Haut zu halten und äußere Einflüsse abzuwehren. Wird ihre Integrität gestört, kann mehr Feuchtigkeit verloren gehen und die Haut reagiert empfindlicher auf Reizstoffe. Trockene, gespannte Haut nach einer zu intensiven Reinigung ist eine mögliche Folge.

Das Problem: Tenside können nicht nur mit Schmutz und Talg, sondern auch mit den Lipiden der Hornschicht wechselwirken und einen Teil davon beim Waschen entfernen. Bei milden Reinigungsrezepturen kommt es deshalb auf ein geeignetes Tensidsystem und auf weitere Inhaltsstoffe an, die unerwünschte Folgen dieser Wechselwirkung begrenzen helfen. Feuchthaltemittel binden Wasser; spezielle Lipidkomponenten können die entfettende Wirkung eines Reinigers abmildern.

In De’ Jeunee Foam Soap werden diese beiden Ansätze durch Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften aufgegriffen.

Glyceryl Oleate – eine Lipidkomponente aus Glycerin und Ölsäure. Der Stoff wird in Reinigungsprodukten eingesetzt, weil er die Ablagerung einer dünnen Lipidschicht auf der Hautoberfläche unterstützen kann. Interessant ist seine Kombination mit dem bereits erwähnten Coco-Glucoside: Solche Systeme werden in der Kosmetiktechnologie verwendet, um lipidbasierte Bestandteile während des Waschens auf der Hautoberfläche abzulagern. Das ist nicht mit einer Wiederherstellung der Lipidstruktur zwischen den Hornzellen gleichzusetzen, ermöglicht aber die Entwicklung weniger stark entfettender Reinigungssysteme.

Glycerin erfüllt eine andere Aufgabe – es bindet Wasser. Als sogenanntes Feuchthaltemittel (Humectant) kann es Wassermoleküle anziehen und zurückhalten. Glycerin kommt auch natürlicherweise in der Haut vor und trägt dort zur Feuchtigkeitsversorgung der Hornschicht bei. In der Kosmetik wird es außerdem wegen seines Einflusses auf die physikalischen Eigenschaften der Haut, etwa ihre Geschmeidigkeit, geschätzt.

Betain (Betaine). Chemisch handelt es sich um Trimethylglycin, einen organischen Osmolyten. Solche Stoffe helfen Zellen, ihren Wasserhaushalt bei Veränderungen der Salzkonzentration zu regulieren. Aufgrund seiner Wechselwirkung mit Wasser wird Betain in kosmetischen Rezepturen als feuchtigkeitsspendender Bestandteil verwendet. Osmolyte sind auch für die Forschung zur epidermalen Barriere interessant, wobei sich Ergebnisse aus Zellmodellen nicht ohne Weiteres auf ein abwaschbares Produkt übertragen lassen.

Panthenol. Das Provitamin B5 kann in der Haut in Pantothensäure umgewandelt werden, die für zahlreiche zelluläre Prozesse benötigt wird. In der Kosmetik ist Panthenol vor allem wegen seiner feuchtigkeitsfördernden Eigenschaften bekannt. Untersuchungen mit panthenolhaltigen Produkten zeigen zudem positive Effekte auf den Zustand der Hornschicht und die Barrierefunktion. Deshalb findet man den Stoff nicht nur in pflegenden Cremes, sondern auch in milden Reinigungsformulierungen.

Lipidkomponenten und Feuchthaltemittel übernehmen unterschiedliche, miteinander verbundene Aufgaben. Erstere sind für eine weniger entfettende Reinigung interessant, letztere berücksichtigen den Wasserhaushalt der Hornschicht. Natürlich ersetzt der kurze Kontakt eines Reinigungsschaums mit der Haut keine Pflege, die auf der Haut verbleibt. Trotzdem hat die Auswahl solcher Inhaltsstoffe einen guten Grund: Entscheidend ist nicht nur, was wir entfernen, sondern auch, wie sich die Haut nach dem Waschen anfühlt.

Die Haut ist nicht steril. Warum enthält der Reinigungsschaum Inulin?

Wenn wir von Reinigung sprechen, denken wir meist zuerst daran, was von der Haut entfernt werden soll. Die moderne Dermatologie lenkt den Blick jedoch auch auf eine andere Frage: Was sollte möglichst erhalten bleiben?

Auf gesunder Haut leben ständig Millionen von Mikroorganismen – Bakterien, Pilze und weitere Vertreter der mikroskopisch kleinen Lebenswelt. Zusammen bilden sie eine komplexe Gemeinschaft, die als Hautmikrobiom bezeichnet wird. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Körperregion und hängt unter anderem von Feuchtigkeit, Talgproduktion, pH-Wert und Alter ab. Viele dieser Mikroorganismen sind keineswegs bloße Mitbewohner, sondern stehen in enger Wechselwirkung mit den natürlichen Schutzmechanismen der Haut.

Eine sinnvolle Gesichtsreinigung zielt deshalb nicht darauf ab, die Haut steril zu machen. Ihre natürliche Mikroflora gehört zu einer gesunden Hautumgebung, und moderne Hautpflegekonzepte berücksichtigen diese Zusammenhänge zunehmend.

Präbiotika sind ein spannendes Forschungsgebiet in diesem Zusammenhang. Anders als Probiotika bestehen sie nicht aus lebenden Mikroorganismen. Präbiotika sind vielmehr Substanzen, die von bestimmten Mikroorganismen gezielt verwertet werden können und dadurch dem Wirt einen gesundheitlichen Nutzen bringen. Der Ansatz besteht darin, das Zusammenspiel zwischen Haut und ihren natürlichen mikrobiellen Bewohnern zu berücksichtigen, ohne dem Kosmetikprodukt selbst lebende Mikroorganismen hinzuzufügen.

Inulin. Dieser pflanzliche Mehrfachzucker gehört zu den Fruktanen und ist für seine präbiotischen Eigenschaften bekannt. Seine Verwendung ist vor allem in der Ernährungswissenschaft gut untersucht. Ob und wie Inulin unmittelbar das Hautmikrobiom unterstützen kann, ist dagegen weiterhin Gegenstand der Forschung. In Kosmetikprodukten ist es darüber hinaus auch wegen möglicher Effekte auf das Reinigungssystem interessant.

In einer 2019 im Polish Journal of Chemical Technology veröffentlichten Studie setzten Forschende Inulin in experimentellen Duschgelen ein. Laboruntersuchungen zeigten bei den getesteten Formulierungen ein geringeres Reizpotenzial als bei Vergleichsrezepturen ohne Inulin. Das deutet darauf hin, dass Inulin auch bei der Entwicklung milderer Reinigungsprodukte eine Rolle spielen könnte. Die Ergebnisse eines solchen Modellversuchs belegen allerdings nicht automatisch dieselbe Wirkung für jedes fertige Kosmetikprodukt.

Inulin verbindet damit zwei Gedanken, die für eine moderne Reinigung wichtig sind: die Beachtung des natürlichen mikrobiellen Umfelds der Haut und die Möglichkeit, unerwünschte Effekte waschaktiver Stoffe zu begrenzen. Gute Reinigung bedeutet eben nicht nur, Überflüssiges zu entfernen, sondern auch Rücksicht auf das zu nehmen, was zu gesunder Haut gehört.

Aloe vera und Beta-Glucan: die Bedürfnisse empfindlicher Haut im Blick

Bei einem Reiniger für den täglichen Gebrauch sollte man berücksichtigen, dass nicht jede Haut gleich auf das Waschen reagiert. Eine Formulierung, die sich auf normaler Haut angenehm anfühlt, kann bei empfindlicher Haut Trockenheit oder Spannungsgefühle auslösen. Deshalb war uns wichtig, das Reinigungssystem um Inhaltsstoffe zu ergänzen, die in der Kosmetik aufgrund ihrer feuchtigkeitsfördernden und beruhigenden Eigenschaften eingesetzt werden.

Aloe-vera-Saft (Aloe Barbadensis Leaf Juice). Der Saft steht in der INCI-Liste direkt nach Wasser und ist damit ein prägender Bestandteil der Rezeptur. Aloe vera wird in der Kosmetik seit Langem wegen ihrer feuchtigkeitsfördernden, beruhigenden und hautpflegenden Eigenschaften verwendet. Besonderes wissenschaftliches Interesse gilt den enthaltenen Polysacchariden, darunter Acemannan, die unter anderem im Zusammenhang mit der Hautfeuchtigkeit und der Reaktion auf äußere Reize untersucht werden.

In einem abwaschbaren Produkt übernimmt Aloe vera eine andere Rolle als in einer Creme oder einem Serum. Da der Schaum nach kurzer Zeit abgespült wird, steht keine intensive, lang anhaltende Pflegewirkung im Vordergrund. Vielmehr ergänzt Aloe vera die auf eine angenehme Reinigung ausgerichtete Rezeptur. Gemeinsam mit Glycerin, Betain und Panthenol bildet sie eine Gruppe feuchtigkeitsbindender und hautpflegender Inhaltsstoffe.

Beta-Glucan setzt einen weiteren Akzent: die Berücksichtigung empfindlicher Haut. Unter diesem Namen versteht man natürliche Mehrfachzucker, die wegen ihrer feuchtigkeitsfördernden und beruhigenden Eigenschaften in der Kosmetik geschätzt werden. Sie sind für die Forschung interessant, weil verschiedene Beta-Glucane mit biologischen Prozessen in Zusammenhang stehen, die an Entzündungsreaktionen und der Funktion der Hautbarriere beteiligt sind. Deshalb finden sie auch in Pflegeprodukten für zu Irritationen neigende, empfindliche Haut Verwendung.

Diese Stoffe ergänzen die Reinigungsbasis und erweitern den Blick auf das tägliche Waschen: Nicht allein die Entfernung von Schmutz entscheidet über die Qualität eines Reinigers, sondern das Zusammenspiel aller Vorgänge, die während seines Kontakts mit der Haut stattfinden.

Warum ist der pH-Wert 5,5 wichtig?

Die Oberfläche gesunder Haut ist von Natur aus leicht sauer. Dieses Milieu wird auch als Säureschutzmantel bezeichnet. Ihr pH-Wert liegt häufig ungefähr bei 5, kann sich je nach Körperregion und individuellen Bedingungen jedoch deutlich unterscheiden. Die schwach saure Umgebung steht in engem Zusammenhang mit der Funktion der Hautbarriere und dem Gleichgewicht des Hautmikrobioms.

Bestimmte Enzyme, die an der Bildung von Ceramiden beteiligt sind, arbeiten in diesem Milieu besonders gut. Ceramide gehören zu den Lipiden, die helfen, Wasser in der Haut zu halten und sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Gleichzeitig beeinflusst die Säureumgebung die Lebensbedingungen der natürlichen Hautbewohner und kann das Wachstum mancher unerwünschter Mikroorganismen begrenzen. Auch der Talg trägt dazu bei: Freie Fettsäuren, die aus seinen Lipiden entstehen, sind an der Aufrechterhaltung des sauren Hautmilieus beteiligt.

Beim Waschen kann sich dieses Gleichgewicht vorübergehend verschieben. Besonders deutlich ist das bei herkömmlicher alkalischer Seife: Sie kann den pH-Wert der Haut erhöhen und dadurch ihre Schutzmechanismen beeinträchtigen.

Für De’ Jeunee Foam Soap wird ein pH-Wert von 5,5 angegeben. Damit liegt das Produkt im schwach sauren Bereich, nahe am typischen pH-Wert der Hautoberfläche, und vermeidet die stark alkalische Reaktion klassischer Seife. Der pH-Wert allein ist jedoch noch kein Beleg für die Milde eines Reinigers. Entscheidend bleibt die gesamte Rezeptur, insbesondere die Auswahl und Kombination der Tenside.

Eine einfache Aufgabe. Eine durchdachte Rezeptur.

Hinter dem alltäglichen Waschen des Gesichts steckt deutlich mehr Chemie, als man zunächst vermuten würde. Waschaktive Stoffe sollen Verunreinigungen entfernen und kommen dabei zwangsläufig mit der Haut, ihren Lipiden und ihren Schutzstrukturen in Berührung. Deshalb kommt es auf die gesamte Rezeptur an – vom Zusammenspiel der Tenside bis zu den Stoffen, die das Reinigungssystem ergänzen.

In De’ Jeunee Foam Soap treffen diese unterschiedlichen Ansätze aufeinander. Mehrere Tensidklassen bilden die Reinigungsbasis; Lipidkomponenten und Feuchthaltemittel ergänzen sie. Inulin, Aloe vera und Beta-Glucan zeigen zugleich, dass bei einer modernen Gesichtsreinigung auch Hautbarriere, Mikrobiom und die Bedürfnisse empfindlicher Haut berücksichtigt werden können.

Keiner dieser Inhaltsstoffe macht den Reinigungsschaum zu einer Universallösung für sämtliche Hautprobleme. Und genau das ist auch nicht sein Anspruch.

Für Pigmentflecken, altersbedingte Veränderungen und andere individuelle Hautbedürfnisse gibt es spezialisierte Pflegeprodukte. Sie können je nach Hautzustand ausgewählt und verändert werden. Die Reinigung dagegen bleibt der grundlegende Schritt, mit dem die anschließende Pflege beginnt.

Deshalb gefällt uns der Gedanke eines eigenständigen Reinigungsprodukts, das nicht an eine bestimmte Pflegeserie oder ein einzelnes Hautproblem gebunden ist. Die weitere Hautpflege mag sich verändern – die Aufgabe einer guten Reinigung bleibt dieselbe.

Gute Kosmetik muss nicht möglichst viel auf einmal leisten. Manchmal zeigt sich ihre Qualität gerade darin, wie durchdacht sie eine einzige Aufgabe erfüllt.

Eine einfache Aufgabe. Eine durchdachte Rezeptur.


Wissenschaftliche Quellen

  1. Mijaljica D., Spada F., Harrison I. P. Skin Cleansing without or with Compromise: Soaps and Syndets. Molecules, 2022. Übersichtsarbeit zu Tensidsystemen und deren Wechselwirkungen mit der Haut.
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  8. Feng X. et al. Exploring the Properties and Application Potential of β-Glucan in Skin Care. Food Science & Nutrition, 2025. Übersicht zu den Eigenschaften von Beta-Glucanen in der Hautpflege.

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